FORTIGEL® erklärt: Das Kollagenpeptid für Knorpel und Gelenke
Bei Kollagen denken die meisten an Haut. Dabei ist das größte Kollagen-Reservoir im Körper woanders – im Bindegewebe des Bewegungsapparats. FORTIGEL® ist der GELITA-Rohstoff, der sich gezielt an Knorpel und Gelenke richtet. Hier steht, was dahintersteckt – inklusive der Punkte, die unbequem sind.
Was ist FORTIGEL®?
FORTIGEL® ist ein patentiertes Bioaktive-Kollagenpeptid-Gemisch der deutschen GELITA AG aus Eberbach. Es handelt sich um ein spezifisch zusammengesetztes Kollagenhydrolysat, das für den Anwendungsbereich Knorpel und Gelenke wissenschaftlich untersucht wurde.
Wie bei allen Bioaktiven Kollagenpeptiden von GELITA gilt: FORTIGEL® ist nicht einfach „Kollagen". Es ist ein definiertes Peptidgemisch mit spezifischem Molekulargewicht und Aminosäureprofil, auf Hydroxyprolin-haltige Peptide ausgelegt und in dieser Zusammensetzung patentrechtlich geschützt.
Knorpel, Kollagen und das Altern
Knorpel ist bradytrophes Gewebe: Er hat keine eigene Blutversorgung und wird ausschließlich über Diffusion versorgt. Das macht ihn zu einem der am langsamsten erneuernden Gewebe im Körper.
Das strukturgebende Protein im Gelenkknorpel ist Kollagen Typ II – es macht rund 90 % des im Knorpel enthaltenen Kollagens aus.
Die körpereigene Kollagensynthese im Knorpel nimmt mit dem Alter ab. Beschleunigt werden kann dieser Prozess durch mechanische Belastung, Übergewicht, Fehlstellungen oder Entzündungsprozesse. Die Knorpelzellen – Chondrozyten – reagieren dabei auf spezifische biochemische Reize. Genau an diesem Punkt setzt die Forschung zu Kollagenpeptiden an.
Die Studienlage zu FORTIGEL®
Clark et al., 2008 (Current Medical Research and Opinion). Eine randomisierte, placebokontrollierte Untersuchung mit 147 College-Athletinnen und -Athleten. Über 24 Wochen erhielten die Teilnehmenden täglich 10 g Kollagenhydrolysat oder ein Placebo. Erhoben wurde die Wahrnehmung des Gelenkkomforts bei körperlicher Aktivität mittels validierter Skalen.
Zdzieblik et al., 2021 (Nutrients). Eine randomisierte, placebokontrollierte Untersuchung mit 218 randomisierten, 180 abgeschlossenen jungen aktiven Erwachsenen (18–30 Jahre). Über 12 Wochen erhielten die Teilnehmenden täglich 5 g spezifische Kollagenpeptide oder ein Placebo. Ergebnis: statistisch signifikant geringerer aktivitätsbezogener Knieschmerz gegenüber Placebo.
Schulze et al., 2024. Eine randomisierte, placebokontrollierte Untersuchung mit 182 randomisierten, 154 abgeschlossenen Teilnehmenden im Durchschnittsalter von rund 50 Jahren. Über 12 Wochen erhielten die Teilnehmenden täglich 5 g spezifische Kollagenpeptide oder ein Placebo. Ergebnis: statistisch signifikant geringere Hüft- und Kniebeschwerden bei alltäglichen Aktivitäten.
Zellkulturuntersuchungen (In-vitro-Daten). In Laborversuchen wurde das Verhalten humaner Chondrozyten unter Einwirkung spezifischer Kollagenpeptide beobachtet. Solche Daten dienen der Grundlagencharakterisierung des Rohstoffs. Wichtig zur Einordnung: In-vitro-Ergebnisse sind nicht direkt auf den Menschen übertragbar.
Die EFSA-Einordnung – der unbequeme Teil
Die EFSA hat 2011 geprüft, ob auf Basis der vorliegenden Daten ein gesundheitsbezogener Claim für Kollagenhydrolysat und den Erhalt der Gelenke zugelassen werden kann. Die Behörde hat das abgelehnt.
Begründung: Eine Kausalbeziehung sei auf Basis der eingereichten Evidenz nicht ausreichend belegt. Ein zentraler Kritikpunkt war, dass in der Humanstudie nach statistischer Adjustierung für multiples Testen keine signifikanten Effekte verblieben. In-vitro-Daten allein genügen für einen EU-Health-Claim nach der Verordnung 1924/2006 ohnehin nicht.
Wichtig zur Einordnung: Diese Bewertung stammt aus 2011 und bezog sich auf die damals eingereichte Evidenz. Die neueren 5-g-Studien von 2021 und 2024 wurden nie für einen neuen Claim-Antrag genutzt. Auch bessere oder neuere Studienlage ändert also nichts am aktuellen Claim-Status.
Das heißt im Klartext: Für FORTIGEL® darf keine gesundheitsbezogene Wirkaussage getroffen werden – auch von uns nicht. Wir nennen den Rohstoff, die Menge und die Tatsache, dass Untersuchungen existieren. Wer dir bei Kollagen etwas über Gelenke verspricht, bewegt sich außerhalb dessen, was in der EU zulässig ist.
Und ja – das ist der Rohstoff mit der schwächsten regulatorischen Bilanz der drei. Wir schreiben es trotzdem hin.
Wie viel FORTIGEL® steckt in unserer Dose – und warum 5 g?
Die früheste Humanstudie zu FORTIGEL® (Clark et al., 2008) arbeitete mit 10 g pro Tag über 24 Wochen. Neuere, größer angelegte randomisierte, placebokontrollierte Studien haben aber auch 5 g pro Tag über 12 Wochen untersucht – unter anderem mit 180 (Zdzieblik et al., Nutrients 2021) beziehungsweise 182 randomisierten Teilnehmenden (Schulze et al., 2024). Beide fanden eine statistisch signifikante Reduktion aktivitätsbezogener Gelenkbeschwerden gegenüber Placebo.
Unsere Kollagen Dose enthält 5 g FORTIGEL® pro Portion – das entspricht damit exakt der in diesen neueren Studien eingesetzten Tagesmenge, nicht nur einem Bruchteil der ursprünglichen 10-g-Studie.
Der Grund für 5 g statt 10 g liegt trotzdem nicht nur in der Studienlage, sondern in der Rezeptur: Unsere Dose ist keine Ein-Rohstoff-Formel. Eine Portion (15 g) enthält 12,5 g Kollagenpeptide aus drei patentierten Rohstoffen:
| Rohstoff | Menge pro Portion | Ausrichtung |
|---|---|---|
| TENDOFORTE® | 5 g | Sehnen und Bänder |
| FORTIGEL® | 5 g | Knorpel und Gelenke |
| VERISOL® | 2,5 g | Haut |
Bei allen drei Rohstoffen entspricht die enthaltene Menge einer in Humanstudien eingesetzten Tagesmenge: TENDOFORTE® (5 g) und VERISOL® (2,5 g) exakt der jeweiligen Studienmenge, FORTIGEL® (5 g) der Menge aus den neueren 5-g-Studien. Zu FORTIGEL® existieren zusätzlich ältere Untersuchungen mit 10 g – wer ausschließlich diese eine, höhere Menge möchte, findet sie in der Studienlage oben dokumentiert. Wir haben uns bewusst für die Kombination aus drei Rohstoffen entschieden – und sagen das offen, statt es im Kleingedruckten zu verstecken.
Gelenke: ein Thema, das früher beginnt als gedacht
Veränderungen im Knorpelgewebe sind kein plötzliches Ereignis, sondern ein schleichender Prozess über Jahre.
Bei Frauen spielen dabei zusätzlich hormonelle Faktoren eine Rolle: Östrogen beeinflusst die Kollagensynthese im Bindegewebe. Der Rückgang des Östrogenspiegels in der Perimenopause ist deshalb auch für das Bindegewebe relevant. Hinzu kommen anatomische Unterschiede, etwa in der Belastungsverteilung im Kniegelenk.
Das ist physiologischer Hintergrund – keine Aussage darüber, was ein Nahrungsergänzungsmittel daran ändern würde. Die Faktoren mit der besten Datenlage sind unspektakulär: Bewegung, Gewichtsmanagement und eine ausgewogene Ernährung.
Die Rolle von Vitamin C
Vitamin C ist ein Cofaktor der körpereigenen Kollagenbiosynthese. Die Aminosäuren Prolin und Lysin werden durch Vitamin-C-abhängige Enzyme hydroxyliert – Hydroxyprolin und Hydroxylysin sind für die Stabilität von Kollagenfibrillen entscheidend.
Hierfür existiert – anders als für Kollagenpeptide – ein von der EFSA zugelassener Claim:
Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knorpel bei.
Analoge zugelassene Formulierungen bestehen für Knochen, Zähne, Haut, Zahnfleisch und Blutgefäße.
Die JUNGSAIN Kollagen Dose enthält 100 mg Vitamin C pro Portion (125 % NRV).
FORTIGEL® im Vergleich zu generischem Kollagen
Der Unterschied liegt in der Spezifität.
Generisches Kollagenhydrolysat ist ein Sammelbegriff ohne definierte Zusammensetzung – Peptidprofil, Molekulargewicht und Herkunft können von Charge zu Charge variieren. Produktspezifische Untersuchungen existieren in der Regel nicht.
FORTIGEL® ist demgegenüber ein patentiertes Peptidgemisch mit definiertem Profil, zu dem veröffentlichte Untersuchungen vorliegen. Das macht es nicht automatisch wirksam – aber es macht es überprüfbar.
Die entscheidende Frage beim Einkauf lautet deshalb nicht „ist Kollagen drin?", sondern: Welcher Rohstoff, in welcher Menge, mit welcher Datenlage?
FORTIGEL® bei JUNGSAIN
FORTIGEL® ist ausschließlich in der JUNGSAIN Kollagen Dose enthalten – 5 g pro Portion, zusammen mit 5 g TENDOFORTE®, 2,5 g VERISOL® und 100 mg Vitamin C.
Der JUNGSAIN Kollagen Stick enthält kein FORTIGEL®: Er besteht zu 100 % aus VERISOL® (2,5 g, eine einzige Zutat) und ist auf Hautthemen ausgerichtet.
Produziert in Deutschland, jede Charge laborgeprüft.
Häufige Fragen zu FORTIGEL®
Was ist FORTIGEL®?
Ein patentiertes Bioaktive-Kollagenpeptid-Gemisch der GELITA AG mit definiertem Peptidprofil, entwickelt für den Anwendungsbereich Knorpel und Gelenke.
Wie viel FORTIGEL® wurde in den Studien eingesetzt?
Veröffentlichte Humanstudien haben sowohl 10 g pro Tag (24 Wochen, Clark et al. 2008) als auch 5 g pro Tag (12 Wochen, u. a. Zdzieblik et al. 2021 und Schulze et al. 2024) untersucht. Die JUNGSAIN Kollagen Dose enthält 5 g FORTIGEL® pro Portion – exakt die in den neueren Studien eingesetzte Menge.
Hat FORTIGEL® eine EFSA-Zulassung?
Nein. Die EFSA hat den beantragten Claim 2011 abgelehnt, da die eingereichte Evidenz eine Kausalbeziehung nicht ausreichend belegte. Neuere Studien wurden nicht erneut zur Prüfung eingereicht. Die Untersuchungsdaten sind veröffentlicht und zugänglich.
Ist FORTIGEL® im JUNGSAIN Kollagen Stick enthalten?
Nein. Der Stick besteht zu 100 % aus VERISOL®. FORTIGEL® ist ausschließlich in der Kollagen Dose enthalten.
Kann ich Kollagenpeptide mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln kombinieren?
Kollagenpeptide gelten allgemein als gut verträglich. Bei individuellen gesundheitlichen Fragen empfiehlt sich die Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Wer stellt FORTIGEL® her?
Die GELITA AG mit Sitz in Eberbach, Deutschland – ein weltweit führendes Unternehmen für Kollagenproteine.
Worin unterscheiden sich VERISOL®, FORTIGEL® und TENDOFORTE®?
Alle drei stammen von GELITA, haben aber unterschiedliche Peptidzusammensetzungen und Anwendungsbereiche: VERISOL® für Haut, FORTIGEL® für Knorpel und Gelenke, TENDOFORTE® für Sehnen und Bänder.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der sachlichen Information über Rohstoffe und veröffentlichte wissenschaftliche Untersuchungen. Er enthält keine gesundheitsbezogenen oder krankheitsbezogenen Angaben im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 bzw. Art. 7 Abs. 3 LMIV und ersetzt keine medizinische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.
Quellen
Clark K.L. et al. (2008): 24-Week study on the use of collagen hydrolysate as a dietary supplement in athletes with activity-related joint pain. Current Medical Research and Opinion 24(5):1485–1496.
Zdzieblik D. et al. (2021): The Influence of Specific Bioactive Collagen Peptides on Knee Joint Discomfort in Young Physically Active Adults: A Randomized Controlled Trial. Nutrients 13(2):523.
Schulze S. et al. (2024): Impact of Specific Bioactive Collagen Peptides on Joint Discomforts in the Lower Extremity during Daily Activities: A Randomized Controlled Trial.
EFSA Journal (2011): Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to collagen hydrolysate and maintenance of joints, EFSA-Q-2010-01233.
EU-Register der zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben: ec.europa.eu
